Die IPL-Technologie nutzt hochenergetisches Licht für dermatoästhetische Eingriffe. So gesehen ähnelt sie der Lasertechnologie. Sie wurde erstmals Mitte der 90-er Jahre angewendet und in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt.
Heute ist Sie im Bereich der ästhetischen Medizin unentbehrlich.

Im Folgenden geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dieser Technologie. Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gern bei einem persönlichen Termin in unserer Praxis

 

 

1. Was bedeutet IPL?

IPL ist ein Akronym, abgeleitet von „intense pulsed light“. Die IPL-Technologie wird auch als Blitzlampentechnologie bezeichnet. Der Behandlungskopf der Geräte liefert kurze intensive Lichtimpulse, wahlweise einzeln, oder auch als Sequenz mehrerer aufeinander folgender Impulse. Diese Lichtimpulse setzen sich aus Wellen unterschiedlicher Wellenlängen zusammen. Dies unterscheidet die IPL-Technologie von der Laser-Technologie, bei der meist eine einzige Wellenlänge ausgesendet wird. Trifft die hohe Lichtenergie auf die Zielstruktur (z.B. ein Blutgefäß), wird sie in Wärme umgewandelt und zerstört die Zielstruktur.

2. Wofür wird die IPL-Technologie eingesetzt?

Am häufigsten wird sie zur Behandlung erweiterter Äderchen eingesetzt. Hierzu zählen die Couperose, Besenreiser, Feuermale und oberflächliche Blutschwämme (Angiome). Der Vorteil der IPL-Geräte besteht zum einen darin, dass Äderchen verschiedener Farbe (hellrot, livid und bläulich) effektiv behandelt werden können; zum anderen sind große Behandlungsflächen schnell und zuverlässig therapierbar. Durch das Aufteilen der Lichtenergie auf mehrere aufeinander folgende Einzelimpulse wird die Zielstruktur selektiv unter weitestgehender Schonung des angrenzenden Gewebes getroffen (sog. thermokinetische Selektivität). Mittels IPL können auch oberflächliche Pigmentläsionen (z.B. Altersflecken) entfernt werden. Häufig wird die Technologie auch zur dauerhaften Enthaarung eingesetzt (sog. Photoepilation). Gegenüber der Laseranwendung erzielt man hierbei jedoch weniger gute Resultate.

3. Was muss man vor und nach der Behandlung beachten?

Die Patienten sollte vor der Behandlung so gering wie möglich gebräunt sein, da die oberflächliche braune Pigmentschicht die Lichtenergie abschwächt und somit für die tiefer gelegenen Zielstrukturen (z.B. Blutgefäße) weniger Energie zur Verfügung steht. Sehr dunkle Hauttypen (z.B. Südländer) können möglicherweise gar nicht behandelt werden. Nach der Behandlung muss man sich vor intensiver UV-Strahlung (Sonne, Solarium) 4 Wochen lang schützen, um Pigmentverschiebungen an der Haut zu vermeiden.

4. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Während der IPL-Behandlung fühlt man eine Art „stechen“. Danach ist die Haut leicht gerötet. Die Rötung verschwindet im Allgemeinen innerhalb weniger Minuten bis Stunden. Vereinzelt können vorübergehende geringe Schwellungen auftreten. Oberflächliche Blutergüsse oder Krusten sind selten und klingen vollständig wieder ab. Vorübergehende Pigmentverschiebungen können auftreten wenn die Haut vor der Behandlung zu stark gebräunt ist oder im Anschluss an die Behandlung ungenügend vor Sonnenlicht geschützt wird.

5. Was kostet die IPL-Therapie?

Die Kosten für ästhetische Eingriffe (Couperose, Besenreiser, Altersblutschwämmchen) müssen selbst getragen werden. Sie richten sich nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte). In Abhängigkeit von der Größe der zu behandelnden Fläche liegen die Kosten zwischen 50 € und 200 € pro Sitzung.