Die Verwendung vernetzter Hyaluronsäure ist heute der absolute Goldstandard der Fillertherapie. In der ästhetischen Medizin ist diese Substanz wegen ihres weiten Einsatzspektrums und ihrer guten Verträglichkeit unentbehrlich geworden.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Was ist  Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist ein natürlich vorkommendes Kohlenhydrat, welches in allen lebenden Organismen enthalten ist. Die Hyaluronsäure ist Bestandteil des Bindegewebes und gibt der Haut ihr Volumen und damit ihr gesundes und vitales Aussehen. Mit zunehmendem Alter nimmt der natürliche Hyaluronsäuregehalt der Haut ab. Es entsteht ein zunehmender Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust, aus dem letztlich Falten resultieren.

2. Was ist „vernetzte“ Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure gibt es in vernetzter und in unvernetzter Form. „Vernetzt“ bedeutet, dass sie durch bestimmte patentierte Herstellungsverfahren stabilisiert wurde. Nur in dieser Form ist sie im Körper länger haltbar und wird nicht so schnell abgebaut. Außerdem erhält sie durch die Vernetzung ihre Gelee-artige Konsistenz und ist damit als „Füllmaterial“ geeignet. Unvernetzte Hyaluronsäure hingegen ist fast flüssig und wird schnell abgebaut.

3. Wie wird Hyaluronsäure injiziert?

Hyaluronsäure wird mit Hilfe feiner Nadeln oder Kanülen zum Volumenaufbau ins tiefe Gewebe oder unter einzelne Falten, aber auch zum Lippenaufbau oder zur Nasenkonturierung ins Gewebe injiziert. Durch ihr Eigenvolumen und ihre Fähigkeit, Wasser zu binden, polstert sie den Raum  auf. Volumendefizite können ausgeglichen werden. Falten können geglättet und Formen modelliert werden.

Eine Behandlung dauert 15-30 Minuten. Meist wird vor der Behandlung eine Betäubungscreme auf das Hautareal aufgetragen. Dadurch sind die Injektionen wenig bis kaum spürbar.

4. Was alles kann man mit Hyaluronsäure behandeln?

Früher wurden lediglich Einzelfalten selektiv behandelt. Heutzutage kann Hyaluronsäure darüber hinaus zur ganzheitlichen Gesichtsmodellierung eingesetzt werden. Die ästhetische Medizin hat erkannt, dass es im Lauf der Jahre im Gesichtsbereich  zu Volumendefekten des tieferen Binde- und Fettgewebes kommt. Hierdurch entstehen einerseits schlaffe Gesichtspartien wie Hängewangen, Marionettenfalten und tiefe Nasolabialfalten; andererseits bedingen diese Volumendefizite wiederum oberflächliche Fältchen.

Die Substanz wird standardmäßig auch zur Konturierung und zum Volumenaufbau der Lippen verwendet.

Als relativ neue Indikation gilt die Nasenkorrektur. Mit Hyaluronsäure-Injektionen kann auf sehr einfache Art und Weise eine aufwendige operative Nasenkorrektur umgangen werden. 

5. Wie lange hält der Effekt an?

Die von uns verwendeten Hyaluronsäurepräparate sind vollständig abbaubar und erfüllen damit die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie. Die Dauer des Effekts ist insbesondere auch davon abhängig, ob hoch- oder niedrigvernetze Hyaluronsäure verwendet wird. Darüber hinaus ist die Wahl des Herstellers ein Qualitätskriterium. Wir verwenden nur hochwertige Präparate der Firma Allergan (Ultra und Voluma-Reihe). Der Effekt hält hier meist 12-24 Monate an.

6. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Hyaluronsäurepräparate werden im Allgemeinen sehr gut vertragen. Rötungen sind fast immer vorübergehender Natur und klingen nach wenigen Minuten bis Stunden ab. Manchmal können kleine Blutergüsse auftreten. In Ausnahmefällen können örtliche Gewebetraumata (z. B. Hauteinblutung, Venenreizung, Infektion) auftreten.

Die von uns verwendeten Präparate enthalten keinerlei Bestandteile tierischer Herkunft. Allergische Reaktionen sind daher nicht zu erwarten, ein Hauttest (wie bei Kollagen) ist vor der eigentlichen Therapie nicht erforderlich.

Nach der Behandlung sollten Sie für 3-4 Tage Alkoholgenuss, Saunabesuche und eine UV-Bestrahlung durch Sonne oder Solarium vermeiden.

7. Was kostet die Behandlung?

Die Kosten richten sich nach der benötigten Hyaluronsäuremenge. Meist liegen sie zwischen 250 und 500 Euro.